Überparteiliches Rechenspiel

Vor einigen Tagen stellte die Grüne Partei Österreichs folgendes in den Raum: Man könnte Asylwerber in Österreich, trotz des `Status`  „außerordentlich Studierende“, Studienbeihilfe zukommen lassen.

Man muss an dieser Stelle erläutern, dass es prinzipiell möglich ist als Drittstaat-ler, EU- Ausländer wie auch als Inländer, Studienbeihilfe zu beziehen. Es geht jedoch in Wahrheit darum, dass Flüchtlinge aus sogenannten Drittstaaten dazu verpflichtet sind, vorab ihr “Deutschlevel“ zu entwickeln. Aus diversen Quellen geht hervor, dass es um die 5 Semester dauert, bis die erforderliche Stufe “Deutsch 5“ erreicht werden kann. Diese Zeit nennt sich Vorstudienphase und in dieser hat man keinen Anspruch auf Studienbeihilfe.

Was kostet dies nun?

Die Vorstudienphase, in welcher man die angesprochenen Deutschkurse absolvieren soll kostet 450 Euro pro Semester. Bei einem positiven Abschluss wird folgende Regelung schlagend: „Studierende aus Drittstaaten haben einen Studienbeitrag von € 726,72 Euro pro Semester zu zahlen.“ Geht man also von 10 Semestern Mindeststudienzeit + 2 Semester Toleranzzeit aus, so kommt man auf die Gesamtsumme von ca. 11.000 Euro (ohne Prüfungsgebühren im Vorstudienlehrgang, Exkursionen, Schreibmaterialien und technischen Hilfsmitteln).

Ein Inländer muss bekanntlich 18 Euro ÖH- Beitrag pro Semester bezahlen, sofern er nicht mehr Zeit, als den Toleranzzeitraum von 12 Semestern braucht. Es wird also gegenübergestellt: 11.000 Euro Fixkosten für Asylwerber gegen 216 Euro für einen österr. Staatsbürger.

Diese Berechnung soll nicht als Wertung verstanden werden, jedoch als notwendige Aufklärung, denn:

Wolfgang Germ(FPÖ), Stadtrat bei Landeshauptstadt Klagenfurt (11.5. 17:55 Facebook Post) behauptet:

Die Spitze des Eisbergs ist überschritten! Überfüllte Universitäten, zu wenig Professoren und kein zusätzliches Budget! Jetzt sollen auch noch die Flüchtlinge gratis studieren! Wo bleiben unsere Österreicher?“

 Diese Aussage, welche defakto als unwahr einzustufen ist wurde 100 mal “geliked“ und 53 mal geteilt, also verbreitet.

Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses im Nationalrat und freiheitliche Wissenschaftssprecher, Dr. Andreas F. Karlsböck dazu (FPÖ.at):

„Die Forderung der Grünen, Flüchtlingen künftig eine Studienbeihilfe zur Studienvorbereitung zu gewähren, ist eine inakzeptable Verhöhnung aller sozial schwachen Österreicher, die sich unter großen Entbehrungen einen Platz an der Uni erkämpfen müssen“

 Hierzu sei gesagt, dass “sozial schwache Österreicher“ ebenfalls einen Anspruch auf Studienbeihilfe haben und es eben nur um die “Vorstudienzeit“ geht, welche ein österr. Staatsbürger mit Matura nicht benötigt.

Quellen:

http://www.studieren.at/vorstudienlehrgang-fuer…

http://www.migration.gv.at/…/studieren-in-oesterreich.html)

https://www.fpoe.at/artikel/karlsboeck-studienbeihilfe-fuer-fluechtlinge-waere-verhoehnung-heimischer-studierender/

http://www.news.at/a/fluechtlinge-grenze-ungarn-6358938

https://www.facebook.com/wolfgang.germ?fref=ts (siehe ö24 post 11.5.)

2 Gedanken zu “Überparteiliches Rechenspiel

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